Potenziale von Kindern und Jugendlichen mit Handicaps optimal fördern: Drei Fragen an die Ruhrwerk-Reittherapeutin Nadine Kaisereck

Seit 2010 fördert der Verein Ruhrwerk Reittherapie für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Das Angebot verantwortet die erfahrene und qualifizierte Reittherapeutin Nadine Kaisereck (Foto, 47) aus Herne. Die Diplom-Sozialpädagogin und Diplom-Sozialarbeiterin studierte von 2004 bis 2007 Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Beratung und Management an der Universität Duisburg-Essen. 2010 absolvierte die gebürtige Hernerin, die heute in Bochum lebt, beim Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. (DKThR) eine Weiterbildung zur heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd (HEP). Das DKThR ist der Bundesfachverband für pferdgestützte Therapie, Förderung und Sport. Nadine Kaisereck ist verheiratet und seit September 2021 Mutter einer Tochter. Im Gespräch mit Ruhrwerk-Gründerin Cordula Klinger-Bischof erläuterte die engagierte Reittherapeutin die Grundlagen der heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd.

Was versteht man unter heilpädagogischer Förderung mit dem Pferd?

Nadine Kaisereck: Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd umfasst pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozio-integrative Angebote. Diese richten sich an Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Behinderungen oder Störungen, um sie bestmöglich zu unterstützen.

Welche Effekte hat die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd?

Nadine Kaisereck: Kurzfristig verbessert sich das Gleichgewicht, das Körpergefühl und das allgemeine Wohlbefinden. Auch die Aufmerksamkeit, Herz-Kreislauf-Funktion, Atmung und Muskelspannung profitieren davon. Langfristig stärken sich die Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten sowie die Lernvoraussetzungen wie Konzentration, Motivation, Wahrnehmung und Orientierung. Außerdem fördert die Therapie die soziale Integration in der Gruppe.

Für welche Kinder ist die heilpädagogische Frühförderung mit dem Pferd besonders geeignet?

Nadine Kaisereck: Ich fördere gezielt die Potenziale von Kindern mit Entwicklungsstörungen, geistigen Behinderungen, Down-Syndrom, Wahrnehmungsstörungen, Seh- oder Höreinschränkungen, Autismus oder von frühgeborenen Kindern. In Gruppensettings, oft in Zusammenarbeit mit Schulen, helfen ich zusätzlich Kindern, spielerisch soziale Fähigkeiten wie Empathie, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.

Liebe Nadine Kaisereck, danke für diese wichtigen Informationen.






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